Schritt-by-Bit für bessere Infrastruktur

Keiner weiß, was die Zukunft bringt. Einer immer größeren Öffentlichkeit scheint aber bewusst zu werden, dass in der Vergangenheit
ein paar Dinge schief gelaufen sind: Ausgeartete Großbaumaßnahmen und der massive Investitionsstau bei Straßen, Brücken
und kommunalen Einrichtungen zeigen es. Für den erfolgreichen Bau, Betrieb und die Instandhaltung von Infrastrukturen müssen die
Möglichkeiten von Digitalisierung und Kooperationen noch stärker in den Blick genommen werden, in der Praxis Anwendung finden
und ihr auch standhalten.

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Mit dem Helm auf dem Kopf und dem Tablet in der Hand – das ist die Zukunft des Bauens. Foto: BS/ Robert Kneschke, www.Fotolia.com

Eine intelligente Verknüpfung ist auch die Basis für eine erfolgreiche Energie- und Mobilitätswende
und Grundstein der längst fälligen Aufholjagd in Sachen Investitionsstau. Hinzu kommt jetzt die Notwendigkeit, schnelle Abhilfe
im sozialen Wohnbau zu schaffen. Die verminderte Bautätigkeit der vergangenen Jahre müssen viele Großstädte künftig doppelt
abfedern, wenn zum ohnehin prognostizierten Bevölkerungswachstum zusätzlicher Wohnraum für Flüchtlinge geschaffen werden
muss. Je nach Maßgabe, haben Bund, Länder und Kommunen hier unterschiedliche finanzielle, rechtliche und praktische Möglichkeiten,
um für ein freundliches Investitions- und Bauklima zu sorgen.

Derweil denken Bund und Länder darüber nach, wie der Bau, Erhalt und die Instandsetzung von Autobahnen und Bundesstraßen künftig effizienter erfolgen kann. Im Raum steht eine Bundesfernstraßengesellschaft, die
die Fäden in Berlin straffer in der Hand halten und die Verantwortlichkeiten in München, Düsseldorf und Schwerin zumindest verringern
soll. Die Länder wollen ihre Kompetenzen aber nicht ohne weiteres abgeben. Bei aller Argumentation um Effizienz, Synergien und Geld wird es am Ende wohl eine politische Lösung geben.